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Niveau mit Spaßfaktor, Spaßfaktor mit Niveau?

Der werten Leserschaft will ich gerne Einblick in meine Gedanken geben. Zur Zeit komme ich wieder mehr zum Nachdenken und auch zu mir selbst. Ich bin kein Partymuffel und kein Partymensch. Irgendwas dazwischen. Liebend gerne plustere ich mich intellektuell auf und nehme den Philosophenstandpunkt ein. Das bin ich. Ich schimpfe auf die Spaßgesellschaft und mach' den tristen Alltag nieder. Selbst aus simplen Kindergeschichten kann ich meine Schlüsse ziehen – zumindest den Versuch kann ich starten. Doch ganz bin ich nicht in dieser Position. So weit reicht die Aroganz an mich nicht heran. Komplettes Eremitentum ist nicht mein Milieu (zumindest in dieser Zeitebene nicht, mag noch kommen). Auf der anderen Seite bin ich gerne bereit mal raus zu gehen, brauch das aber nicht jedes Wochenende. Es gibt wichtigeres im Leben als den ephemeren Spaß. Zum Untergang unserer Kultur will ich nicht beitragen und zur Monotonie der Langweiligkeit auch nicht. Wer braucht schon ein Buch, wenn er (vielleicht in einer Disko) ekstatisch tanzen kann, wer einen ekstatischen Tanz, wenn er ein Buch hat? Wer braucht einen Waldspaziergang, wenn ein lustiges Gespräch auf einen wartet, wer ein lustiges Gespräch, wenn er im Wald spazieren kann? Halte die Waage, keines ist toller. Mach kein Musikstück nur aus Vierteltakten, wie wär's Mal mit Abwechselung? Es läuft wohl auf eine Phrase einer Freundin hinaus: Niveau mit Spaßfaktor. Niveau, da ich mir das leisten kann und mich nicht in einer amorphen Masse verkriechen muss. Spaßfaktor, da durch eine gewisse Würze entsteht, die den faden Beigeschmack löscht.

21.11.06 17:14
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


wuffel / Website (22.11.06 23:26)
Hey Fey. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich klarzumachen, dass es sinnvoll ist, einfach "das Richtige"[tm] zu tun. Im Prinzip sollten dabei die entscheidungstragenden Momente des menschlichen Bestandes, die Ratio, das Gefühl und die Kraft, zusammenarbeiten. Als ein Teilziel sehe ich es, der Ratio beizubringen, das ganze letztendlich auszubalanzieren und die einzelnen Vektoren abzuwägen - um eben das richtige zu tun. Viele lehnen den Verstand rundherum als wahrnehmungsgebremst und entscheidungsunfähig etc ab, das halte ich für falsch. Man soll die olle Anzeigetafel im Kopf bloss nicht überbewerten, aber im Prinzip ist das das Teil, auf dessen Vorgängen unsere Handlungen _doch_ basieren. Wir gucken nur nicht weit genug, um zu erkennen, dass wir unbewusst den Abgleich der Kräfte immer und immer wieder schon vornehmen. Interessant wird es dann dort, wo wir beginnen, den Geist zu beruhigen, um wahrzunehmen, was wir eigentlich die ganze Zeit machen. - Es kann nicht Sinn des Ganzen sein, auf Freude zu verzichten, wenn schon der Mensch als minmale Teilintelligenz des Universums Freude als angenehm zuklassifizieren in der Lage ist, warum sollte das Universum bzw die akkumulierte Gesamtintelligenz sich in ihrer Unendlichkeit nicht als Freude definieren? Alles andere machte doch keinen Spaß. Also ist es sinnvoll, Dinge mit Freude zu tun. Weil's vernünftig ist. find ich mal so.
Bis später

Wu


Kampfpott (26.11.06 03:02)
Es tut mir ja leid, aber hat man diese "Ich bin nicht dies ich bin nicht das" Phase nicht meist schnell abgeschlossen und ist einfach drauf gekommen das man was dazwischen ist? Und die Arroganz hat schon sehr stark nach dir gegriffen wenn du meinst wahllos eingeworfene Fremdwörter nötig zu haben


fey*grenzgang (26.11.06 12:01)
Immer her mit der Kritik. Dann mal von unten nach oben.

@Kampfpott
Vielleicht schließt man diese Phase schnell ab, andererseits ist der Mensch ein sich entwickelndes Wesen und somit nie fertig. Diese Einsicht habe ich schon länger, allerdings habe ich sie bisher nicht verbalisiert, soviel zum Thema "solltest du doch schon längst wissen". Außerdem will ich behaupten, dass es genug Menschen da draußen gibt die immer noch in dieser Phase stecken. Nur vom eigenen Blickwinkel zu werten schafft eine begrenzte Urteilskraft. Ich will das Wort induktiver Schluss mal vermeiden. Jeder Mensch ist diesbezüglich anders (ja das sind Menschen sowieso, voneinander unterschiedlich). Wir können über den Sinn und Zweck dieser Entwicklung gerne weiter diskutieren, aber bitte keine Allgemeinplätze und "so-sollte-man-sich-doch-schon-entwickelt-haben".

Wieso Fremdwörter etwas mit Arroganz zu tun haben, das erkläre er mir. (:

@Wuffel:
Ich stimme dir zu, dass bei einer richtigen Entscheidung die drei Instanzen eins sein sollten und dein Text hat interessante Ansätze, die ich mir zu Herzen nehmen will. Man sollte weder Kopflos noch rein aus Gefühl handeln. Lange gehörte ich zur "hör auf dein Herz Fraktion", dort verbirgt sich aber die Gefahr, dass das Herz oft nur auf kurze Sicht das richtige tut (es sei denn es steht in Einklang mit den anderen). Wobei ich fragen will, was du genau unter Kraft verstehst?


fey*grenzgang (26.11.06 12:01)
Bei der Freude will ich dir zustimmen, dass es vernünftig ist Dinge mit Freude zu tun. Es wäre auch ein Graus, wenn es nicht so wäre. Allerdings empfinde ich nicht unbedingt alles als Freude oder eher auf lange Sicht als Freude. Mir wird jedes Wochenende dieselbe Disko einfach zu monoton und trist. Da habe ich keinen Spaß dran und denke, dass ich verallgemeinern darf, dass ein hohes Maß an Abwechslung das verändern kann. Ich möchte Depression, Trauer und Langeweile nicht glorifizieren, kann aber dem Satz: "denn das Süße ist niemals so süß, ohne das Sauere" zustimmen. Wenn ich weiß, was schlechte Erfahrung sind, dann weiß ich die guten mehr zu schätzen (zumindest wenn ich während beiden bewusst bin). Es gehören alle Erfahrungen zu dieser Welt. Nichtsdestoweniger sollte man manche suchen (induzieren gefällt mir hier besser), andere nicht. Und dabei tut, wie ich schon sagte, Abwechslung sehr gut.

Nur nach der Maxime: "Vorfahrt für Freude" oder "hauptsache Spaß" zu Handeln halte ich für falsch. Dabei geht oft die Verantwortung verloren und kann ein gewaltiger Schaden angerichtet werden. So gern ich Spaß mag, er ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Zumal Spaß ein sehr offener Begriff ist.

Zum Niveau bleibt mir noch zu sagen, dass - für mich - dadurch die Welt mehr Reiz hat. Es ist eine größere Herausforderung und das spornt mich an. Ich möchte hier auch einwerfen, dass ich unter Niveau nicht unbedingt hochtrabende Text verstehe, sondern auch die Fähigkeit sich an den Kleinigkeiten zu erfreuen und dem Alltäglichen einen Hauch Besonderes zu geben. Das Leben zu genießen, das ist auch ein Kunst für sich.

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