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Ein Gedicht

Von Goethe, das mir immer noch im Kopf rumspukt - seit dem Deutschunterricht in der 12:

Mächtiges Überraschen

Ein Strom entrauscht umwölktem Felsensaale,
Dem Ozean sich eilig zu verbinden;
Was auch sich spiegeln mag von Grund zu Gründen;
Er wandelt unaufhaltsam fort zu Tale.

Dämonisch aber stürzt mit einem Male -
Ihr folgend Berg und Wald in Wirbelwinden -
Sich Oreas[1], Behagen dort zu finden,
Und hemmt den Lauf, begrenzt die weite Schaal.

Die Welle sprüht und staunt zurück und weichet
Und schwillt bergan, sich immer selbst zu trinken;
gehemmt ist nun zum Vater hin das Streben.

Sie schwankt und ruht, zum See zurückgedeichet;
Gestirne, spiegeln sich, beschaun das Blinken
Des Wellenschlags am Fels, ein neues Leben.

 
[1] Oreas: Bergnymphe, personifiziert den Berg
 

 

20.2.07 12:04


Horrorfilmtheorie

"...der zugleich mit seiner Story auch eine kleine Theorie des Horrorfilms mitformuliert: Die Liebe zum Horror wird hier nicht als Form der "Bewältigung" durch Schock begriffen, sondern als Fluchtphantasie plausibel, als Geborgenheit spendende bessere Gegenwelt gegenüber dem Horror der Wirklichkeit."

Mir geht es um eine latente Idee des Zitates. Sanft wird berührt, dass dieses sich schocken mit Horrorhaftem nicht nur reiner Nervenkitzel ist, sondern oftmals auch zur Bestätigung der eigenen Weltsicht führt: die Welt, so wie sie ist, ist böse und ein grausamer Ort - sei es erst durch Menschenhand oder durch die Natur - vor dem die Flucht ergriffen werden muss. Ist diese Selbstbestätigung korrekt? Nein. Sie ist ebenso inkorrekt, wie die Aufstellung, dass die Welt ein glorreicher Ort voller Freude ist. Es liegt in unserem Ermessen zu was wir sie machen. Sie enthält beides Freude und Leid. Gekrönt werden können beide und wahrlich ist wohl keiner Kaiser. Doch wozu sollte ich eine grausame Erde verfechten, wenn ich in einer Welt der Wunder und des Glücks leben kann? Was hält uns davon ab uns in dieser Sekunde zu freuen? An dieser Stelle bleibt es dem Leser überlassen einer Richtung die Hand zu geben.

Die Filmkritik aus der diese Zeilen standen ist übrigens hier zu finden:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24700/1.html 

23.2.07 09:12





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