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Selbsterfahrung

Die Behauptung, dass man sich selbst erst wirklich durch andere erfahren und definieren kann, mag stimmen. Zumindest ist mir in Punkto Selbsterfahrung dieses widerfahren. Was nun allerdings die einzelnen Aspekte im Detail waren, das ruht im Tagebuch und meinen Gedanken. Ich hab grad keine Lust auf Exhibitionismus.
5.10.06 23:03


Putzen

Eigentlich zähle ich ja zu den militanten Putzgegnern, die den pedantischen Reinigungszwang verurteilen, aber eines muss ich zugegen - nach meinem ersten Badputz - den Unterschied erkennt man deutlich. Somit bleibe ich dabei das Putzbedürfnis zu verneinen, jedoch nur noch in seiner übertriebenen Form. Einmal im Monat, statt einmal in der Woche, ist m.E. genügend. Ob der Umzug anderes zu Tage fördert, bleibt abzuwarten.
6.10.06 18:19


Stumme Sprache

Vor kurzem im Bus "unterhielten" sich zwei Taubstumme. Ich weiß nicht, irgendwie war es faszinierend ihren Handbewegungen zu folgen und ihre Gesichtsmimik zu beobachten. Seltsam fesselnd.

27.10.06 19:27


Freude

Einfach so! Denn neben der Melancholie trifft mich auch die Glückseligkeit tief ins Herz. Gefühle in Schrift zu bannen, ist oft wie ein Bild blind zu malen.
27.10.06 21:23


"Unser ganzes Leben ist eine Erfindung" und der Ruf der Freiheit

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,444334,00.html

Eine Reise durch den menschlichen Geist, hinein in die Tiefen des Bewusstsein. Weitab von unserer Umgebung tut sich das Gedächtnis auf. Ein Wahnwitz unseres Lebens, ohne das unsere Identität verloren wäre. In diesem Spiegelartikel ist eine interessante Untersuchung dargstellt.

Halte ich einem Fremden ein Kinderfoto hoch und erzähle ein schlüssige Geschichte zu diesem Foto, so kann ich mir damit eine völlig neue Persona, fern ab von der Wahrheit geben. Lüge verschwimmt in der Vergangenheit. Aber welchen Sinn gäbe es eine Lüge zu Leben. Aufrecht sollte man dem Leben begegnen; und das gerade in einer Gesellschaft in der manche sich selbst schon verkauft haben und sklavisch durch ihre Freiheit ziehen.

Ganz frei ist man nicht, immer gebunden, zumindest an uns selbst. Wir denken und sind somit an Gedanken gebunden. Wir Atmen und unser Atem fesselt uns an das Leben. Wer vollends frei sein will, der möge sich begraben oder das Sein versuchen aufzugeben (vielleicht liegt hier das Nirwana?). Doch wer den Tod als großen Befreier ansieht, der bindet sich gewisser Weise auch an ihn. Natürlich sind wir keine Freigeister, denn alles, was wir mit Worten auszudrücken vermögen, ist eine Kette oder ein Gitterstab.

Auf der Ebene der Pragmatismus ergibt sich allerdings noch anderes. Mag es vielleicht gar nicht wichtig sein, frei zu sein? Eine Widerlegung fällt uns von den Augen. Also? Also was? Selbst wenn es keine unendliche Freiheit gibt, so ist die Annahme eine endlichen Freiheit äußerst betörend. Nicht nur für Politiker, sondern auch für uns. Die Vorstellung frei zu sein, zumindest in gewissem Maße, ist eine gewaltige Energiequelle.

Wenn wir frei sind, so ist es eine Frage des Rahmens. Wo sind die Gitterstäbe? Grenzen und kalter Stahl sind immer da. Wir stoßen irgendwann vor eine Wand. Aber innerhalb des Raumes können frei aggieren. Das ist endliche Freiheit.

Und warum sollten wir diese Möglichkeit ungenutzt lassen? Weshalb sollen wir Trübsal blasen, statt unser Leben in voller Freiheit, d.h. in vollkommener Intensität zu leben. Lache, weine, singe, tanze, sei verrückt, trauere. All dies ist wertvoll, solange du es mit vollem Herzen tust. Hüte dich aber vor einem übervollen Herzen, denn wenn dich (z.B.) Emotionen total übermannen, kann deine endliche Freiheit dich in die Hölle werfen. Ich möchte mit Horaz schließen: Carpe Diem. Oder nein: Carpe Vitam!

29.10.06 00:18


Meine Federstreiche

Eine neue Kategorie. Schaut was sich dahinter verbirgt.
29.10.06 00:49





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