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Eine neue Macht auf dem Weg zur Weltherrschaft

Mir welchen Worten soll ich dieses Unternehmen ankündigen? Mit meinem Anreiz oder meiner Inspiration? Mit meinen Vorstellungen und Zielen? All dies liegt doch im Dunkel. Der Impuls ist mir selbst nicht zur Gänze bewusst und eine Richtung ist genauso von Finternis verschlungen, wie der Beginnpunkt. Noch ist unklar, ob ich dieses hier in das verwandeln kann, was wie ein ferner Stern vor meinem geistigen Auge schwebt. Eine Orientierung gibt sicher "Über's Bloggen".Letztendlich ist es wohl der Einfluss, den ich hiermit bewirken könnte, der einen gewissen Reiz hat und meinen Antrieb bildet.

Also, nachdem ich den Weg des Bloggens betreten habe, der in gewissem Sinne das Ende meiner Tagebucheinträge darstellt (sie verschlangen wohl eh zuviel Zeit), will ich versuchen auch weiter auf ihm fortzuschreiten. Es bleibt abzuwarten, was Mutter Zeit aus diesem Unternehmen zaubern wird. Es sind ja alle Richtungen offen: ein intellektuelles Machwerk, ein Witzblog, ein simples Ersatztagebuch oder aber ein modrig-morbides, verstaubtes Überbleibsel seiner Anfangszeit.

Schließen will ich den ersten Eintrag mit einem schönen Lyrikauszug:

"By the ancient spirits' rites
The old ghosts proclaim their rights
Still they're lost in time
"

Aus "Blood On My hands" von Demons and Wizards.

24.7.06 22:15


Sexstufen und Wirklichkeitsauffassungen

"Nach dem zweiten Weltkrieg schickte man von amerikanischer Seite aus eine Forschergruppe nach England, um ein soziologisch sehr interessantes Problem zu studieren, das es in diesem Ausmaß noch nie gegeben hatte. Es handelte sich um die Durchdringung einer ganzen Bevölkerung durch Hundertausende von Angehörigen eines anderen Kuluturkreises, nämlich durch die amerikanischen Soldaten, die während der Invasion in Endland stationiert waren. Die Wissenschaftler untersuchten unter anderem auch das Paarungsverhalten zwischen den amerikanischen Soldaten und den englischen Frauen. Dabei stieß man auf einen seltsamen Widerspruch. Die englischen Frauen bezeichneten die amerikanischen Soldaten als sexuell sehr direkt. Das war von Soldaten ja zu erwarten. Merkwürdigerweise aber sagten die Amerikaner von den englischen Mädchen genau dasselbe.

Man versuchte diesen Widerspruch zu klären und stellte fest, dass in beiden Kulturkreisen das Paarungsverhalten vom ersten Blickkontakt der zukünftigen Sexualpartner bis zum Vollzug des Geschlechtsverkehrs durch ungefähr 30 gut feststellbare Stufen läuft.

Allerdings ist in den beiden Kulturkreisen die Abfolge dieser 30 Stufen verschieden. So kommt z.B. Küssen im amerikanischen Paarungsverahlten relative früh und ist eine harmlose Sache, während es sich im englischen Paarungsverhalten eine sehr erotische Bedeutung hat und daher erst spät kommt. Sagen wir, dass für Amerikaner Küssen bei Stufe 5 kommt, während es sich in Englang bei Stufe 25 ergibt. Stellen Sie sich vor, was geschah, wenn der amerikanische Saldat annahm, dass der Moment gekommen sei, seine neue Freundin zu küssen. Diese war nun mit einem Benehmen konfrontiert, das nicht in das frühe Stadium der Beziehung passte und nur als unverschämt zu bezeichnen war. Das Mädchen hatte daraufhin zwei Möglichkeiten: Entweder sie floh, oder aber - da zwischen 25 und 30 nicht mehr viele Stufen liegen - sie begann, sich auszuziehen. In diesem Fall fand sich nun der amerikanische Soldat vor einem Verhalten, das er nicht erwartet hatte und das auf ihn ebenfalls "schamlos" wirkte. Diese Stufung ist natürlich niemandem bewusst, sondern man handelt einfach, ohne zu wissen, dass solche Verhaltensweisen in einen Angehörigen einer bestimmten Kulutr "hineinprogrammiert" sind. Würde man einen klassischen Irrtum der Verhaltenswissenschaften begehen und das Mädchen allein beobachten, also ohne die Interaktion in Betracht zu ziehen, so könnte man die Betreffende, wenn sie fluchtartig wegläuft, als Hysterikerin, und wenn sie anfängt, sich auszuziehen, als Nymphomanin bezeichnen."

Mit diesem Beispiel aus Watzlawicks "Vom Unsinn des Sinns" möchte ich klären, dass so etwas wie Realität von unserer Wirklichkeitsauffassung abhängt. Neben einer skurielen und aufschlussreichen Geschichte über sexuell frustierte Engländer und Amerikaner, wird hier nämlich auch eine interessante These vermittelt: unsere Welt ist nicht etwas objektives, sondern hängt - in gewissen Sinne - von unseren Gedanken über die Welt ab (seien diese nun unbewusst, wie in diesem Fall, oder aber bewusst). Einstein sagte einst Folgendes: "Die Theorie bestimmt, was wir beobachten". Dies lässt sich durchaus auf unseren Alltag übertragen: Wenn ich denke, dass meine Freundin mich hintergeht, dann werde ich auf Grund dieser Theorie schnell Dinge beobachten, die dahin führen könnten; sie springen mir ins Auge, obwohl sie sonst nicht tun würden. Vielleicht hängt nicht alles von unseren Postulaten ab, aber doch vieles. Daher halte ich es für sehr sinnvoll, wenn man seine eigenen "Glaubenssätze" ("was denke ich über den und den", " was denke ich über das und das" ) kontrolliert, denn sie bestimmen zu einem großen Grad die Wirklichkeit, die wir wahrnehmen und damit, wenn die Wahrnehmung auch Einfluss auf Folgende hat, unsere Lebensqualität sowie den Grad unserer Zufriedenheit mit unserem Leben.

Nachtrag: Um der Gefahr zu entgehen, als Solipsist bezeichnet zu werden, will ich noch eine Definition anfügen: Watzlawick unterscheidet in "Wie wirklich ist die Wirklichkeit" in Wirklichkeiten bestimmter Ordnung. Die Wirklichkeit 1. Ordnung ist die physisch feststellbare, objektive Realität. Zum Beispiel die Existenz eines Steines. Sie ist verifizierbar, sagt jedoch nichts über Bedeutungen oder Werte aus. Die Wirklichkeit der 2. Ordnung hingegen trifft Aussagen über Wert und Bedeutung. Dafür ist sie aber auch von unserer Wirklichkeitsauffassung abhängig. Beispiel wäre das obige Sexualverhalten oder die Wertzuschreibung des Geldes.

25.7.06 11:06


Allabendliches am Fenster hocken

Es ist schön in kühlen Sommernächten, am offenen Fenster zu hocken und einfach bei sich zu sein. Vielleicht lauscht man den Geräuschen, vielleicht sieht man zu einer Straßenlaterne oder vielleicht starrt man einfach in die Dunkelheit. Bei mir ist es egal was ich mache, jedes mal werde ich von einer wundervollen inneren Stille erfasst. Ich bin eins mit mir selbst, genieße den Augenblick, meine Sinne sind geschärft und in mir breitet sich eine Freude aus, die dem Leben wieder einen Sinn zu geben scheint. Einfach etwas das in mir sagt: schau, dass ist das Leben, du kannst jede Sekunde davon genießen und dich an diesem kleinen, stillen (unendlichen) Augenblick erfreuen. Die Zeit wird gestreckt zu einer kleinen Ewigkeit, bis ein erhaschender Gedanke einen wieder in die Welt zurückbringt.
25.7.06 11:34


Art

Mein aktuelles Desktophintergrundbild:


Ich find es einfach wunderschön. Mir gefällt vor allem das Lichtspiel und der schwarz-weiß Auszug lässt der Wald wunderschön duster erscheinen. Beängstigen, mystisch schön, will ich bald sagen. Mir fehlen auch die Wort für weitere Beschreibungen und sie wäre wohl mehr Gift, denn sinnvoll.

Gefunden auf: www.shiftedreality.com

Die Qulität ist im übrigen arg runtergeschraubt worden.

26.7.06 10:10


Demons and Wizards

Demons and Wizards avanciert immer mehr zu meiner momentanen Lieblingsband. Erst mochte ich die Lieder nur zum Teil, doch jetzt gefallen sie mir immer besser. Vor allem da ich jetzt auch die Texte mehr verfolge. Das erste Album handelt viel über Mythen, Dämonen, Zauberer, alte Götter usf. Auf dem zweiten Album geht es u.a um die dunkle Turm Saga von Stephen King - im übrigen sehr geniale Fantasyreihe - und weiteren Fantasyfiguren z.B. Dorian ("Das Bildnis des Dorian Grey" - Oscar Wilde).

"Touched by the Crimson King
Touched by the Savior
The tower falls on Judgement Day
Touched by the Crimson King
Touched by the Saviour
Like it's been written many years ago"

Einfach eine Wohltat für die Ohren .

26.7.06 10:26


Sehnsucht

Das, was ich nicht mit Worten hinreichend auszudrücken vermag. Ein Schrei aus einer tieferen Seelenschicht, die Sehnsucht. Nur wer sie kennt, kann nachvollziehen was ich schreibe. Nicht ewig hält sie, nur Augenblicke. Zur Zeit wecken folgende Zeilen dieses Gefühl in mir:

"will you revive
from the chaos in my mind
where we still are bound together
will you be there
waiting by the gates of dawn
when I close my eyes forever"

Und denkt, die Sehnsucht hat kein Ziel, die Sehnsucht ist nicht Liebe, sie speist sich selbst, entsteht jetzt, vergeht jetzt, ist Leere, bleibt Leere und ist dennoch da. Ein begrenzter Raum voll Grenzenlosigkeit.

26.7.06 16:36


Mirror, Mirror

Mirror Mirror on the wall
True hope lies beyond the coast
You're a damned kind can't you see
That the winds will change
Mirror Mirror on the wall
True hope lies beyond the coast
You're a damned kind can't you see
That tomorrows bears insanity
27.7.06 11:37


Haben oder Sein

Erich Fromms "Haben oder Sein" gefällt mir immer besser und besser. Ich schreib vielleicht später mal ein Review dazu. Ein Abschnitt der mir besonders gefallen hat:

"Theoretische Überlegungen ergeben, dass der radikale Hedonismus* in Anbetracht der menschlichen Natur nicht der richtige Weg zum "guten Leben" ist, und sie zeigen, warum er es nicht sein kann. Doch selbst ohne diese theoretische Analyse geht aus den verfügbaren Daten ganz klar hervor, dass unsere "Jagd nach Glück" nicht zum Wohl-Sein führt. Wir sind eine Gesellschaft notorisch unglücklicher Menschen: einsam, von Ängsten gequält, deprimiert, destruktiv, abhängig - jene Menschen, die froh sind, wenn es ihnen gelingt, jene Zeit "totzuschlagen", die sie ständig einzusparen versuchen.

Wir führen gegenwärtig das größte je unternommene gesellschaftliche Experiment zur Beantwortung der Frage durch, ob Vergnügen (als passiver Affekt im Gegensatz zu den aktiven Affekten Wohl-Sein und Freude) eine befriedigende Lösung des menschlichen Existenzproblems sein kann. Zum ersten Mal in der Geschichte ist die Befriedigung des Luststrebens nicht bloß das Privileg einer Minorität, sondern mindestens für die Hälfte der Bevölkerung der Industrieländer real möglich. Das Experiment hat die Frage bereits mit nein beantwortet."

*pure unmittelbare Erfüllung aller Gelüste, um ein glückliches Leben zu erlangen.

28.7.06 11:57


Erfahrungsintensität

"Nehmen wir an, ich erwache morgens und sehe einen blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein; ich bin mir der Landsachft voll gewahr, sie macht mich froh und lebendiger. Diese Erfahrung ist eine des Gewahrseins des Himmels und meiner Antwort darauf, und es kommen mir keine Worte in den Sinn, wie: "Dies ist ein schöner sonniger Tag". Wenn diese Worte sich bilden und ich anfange, mit diesen Worte über die Landschaft nachzudenken, dann verliert die Erfahrung an Intensität. Wenn mir hingegen eine Melodie, welche Freude ausdrückt, in den Sinn kommt oder ein Gemälde, das die gleiche Stimmung wiedergibt, dann ist nicht von der Erfahrung verloren."

Aus Erich Fromm - Vom Haben zum Sein

Diese Worte sprechen mir aus dem Herzen, kaum habe ich was hinzuzufügen und lasse sie einfach nur wirken, auf dass sie gespürt, auf dass sie erfahren und nicht zerdacht werden.

31.7.06 12:08





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